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Die Strecke in Dielsdorf gehört seit Jahren zu den Austragungsorten der Schweizermeisterschaften. Die grosse Strecke mitten im Naturschutzgebiet ist sehr gepflegt und wird vom Elektro- Offroad Club Dielsdorf, kurz EOCD betrieben. Der Club selbst blickt auf eine 17 jährige Geschichte zurück und zählt heute etwas mehr als 50 Mitglieder. Da das Infield der Strecke erst vor kurzem umgebaut wurde, hatten die wenigsten Fahrer Gelegenheit gehabt zu trainieren. Deshalb war es kaum verwunderlich, dass einige Piloten bereits in den frühen Morgenstunden des 4. September 2010 angereist waren, um möglichst lange trainieren zu können. Das Wetter zeigte sich dieses Mal von seiner besten Seite. Nur der Umstand, dass jeweils am frühen Morgen die Piste durch Tau sehr feucht war, sorgte für stets wechselnde Griffverhältnisse und liess bei einigen Piloten die Köpfe auf der Suche nach dem richtigen Reifen rauchen. Der Club organisierte eine hervorragende Festwirtschaft, welche alle Anwesenden Piloten schnell und ausgezeichnet versorgte. Auch die Arbeit der Rennleitung, Technischen Kontrolle sowie der Zeitmessung war tadellos und trug damit zum gelungenen Rennwochenende bei.
Kampf um tausendstel Sekunden Das Renngeschehen war an Spannung kaum zu übertreffen, bedingt durch eine ungemein grosse Leistungsdichte der anwesenden Spitzenfahrer. So waren nach 4 gefahrenen Vorläufen, die schnellsten 9 2WD Expert Fahrer, alle in derselben 16. Runde und damit innerhalb von nur 7 Sekunden positioniert. Ebenfalls sehr knapp waren die Unterschiede bei den Piloten der 4WD Expert Kategorie, wo nach 4 gefahrenen Vorläufen die schnellsten 11 Fahrer alle in derselben 17. Runde und damit innerhalb von nur 27 Sekunden positioniert waren. Ebenfalls sehr spannend ging es bei den Fahrern der Monster und Standard Kategorie zur Sache, allerdings war die Leistungsdichte nicht ganz so gross. Die Finalläufe wurden alle jeweils dreimal gefahren und somit hatten alle Piloten die Möglichkeit das Beste aus Ihrer Startposition zu machen. Auch die Finale wurden auf der harten, aber staubigen Strecke ein Kampf um tausendstel Sekunden. In der Kategorie 2WD konnte sich am Ende Dario Botinelli als Sieger durchsetzen, distanzierte den punktegleichen Patric Hofer jedoch lediglich um 2,4 Sekunden. Den dritten Platz konnte sich Daniel Fankhauser sichern. In der Kategorie 4WD setzte sich Patrick Hofer vor dem Polesetter Sandro Bamert nach Punkten durch. Sandro gab seinen Tagessieg nach einem kleinen Fahrfehler im dritten Finallauf ab. Den dritten Platz sicherte sich mit Markus Streuli ein langjähriger Spitzenfahrer der Szene. In der Kategorie Monster gelang Swen Lauber ein klarer Sieg nach Punkten gefolgt von Marcel Gmünder, welcher den punktegleichen Manuel Tschan durch eine bessere Einzelwertung im zweiten Finallauf auf den dritten Platz verwies. Die Standard Kategorie war an diesem Wochenende fest in der Hand von Tim Hoffmann, der jeden einzelnen Vorlauf für sich entschied und auch im Final keinen Laufsieg abgab. Christoph Schefer wurde zweiter und verwies damit Nico Schmid auf Rang drei.
Die Qual der Reifenwahl Die Strecke in Dielsdorf erwies sich als besondere Herausforderung in Sachen Reifenwahl. Der morgendliche Tau sorgte für guten Grip, der im Laufe des Tages eher rutschigen Bedingungen wich. Die Piste hielt sehr gut, dennoch entstanden an kritischen Stellen, wie Beispielsweise der Steilwandkurve Löcher, was die ohnehin rutschige Fahrt stark erschwerte. Auf feuchter Strecke vertrauten die meisten Piloten den Proline Hole Shot Reifen. Hier wurden zwei Versionen des Reifens eingesetzt, welche sich im Reifenprofil leicht unterscheiden. Viele Fahrer waren der Ansicht, dass der neue Reifen etwas besser funktioniert. Bei trockener Strecke herrschte weit weniger Einigkeit. Die 2WD Spitzenfahrer setzen auf der Hinterachse auf Proline Hole Shot oder den Proline Bow Tie, während bei den 4WD Piloten Proline Hole Shot oder Losi Big Shot beliebt waren. Einigkeit schien lediglich bei den Vorderreifen zu herrschen wo die meisten 2WD Piloten auf den Proline 4-Rib und die meisten 4WD Piloten auf Proline Hole Shot setzen, dies unabhängig von den Streckenbedingungen.
Bilder der Siegerehrung
| Standard |
2WD Expert |
4WD Expert |
Monster |
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