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Die Rennstrecke in Möhlin wurde im vergangenen Februar 2010 eröffnet. Die Anlage ist als aussergewöhnlich zu bezeichnen, da es sich um die einzige Schweizer Indoor Rennstrecke handelt, welche einen Fahrbahnbelag aus Erde aufweist. Das entspricht dem Offroad-Grundgedanken in bester Manier. Wie bei vielen anderen Indooranlagen auch, sind die Platzverhältnisse nicht sehr üppig bemessen, was den meisten Piloten jedoch keine grossen Probleme bereitet hat. Der Verein RCIDT gehört bisher nicht der SRCCA an und so wurde das Rennen in Zusammenarbeit mit PS93 geplant und durchgeführt. Die Anlage war für viele Fahrer absolutes Neuland. Daher erschienen die meisten Piloten früh am Morgen um einige Trainingsrunden zu drehen. Dazu wurden die Piloten in Gruppen eingeteilt, um die Strecke geordnet zu befahren. Das RCIDT Team hatte die Piste gut auf den Grossanlass vorbereitet und leistete auch während des Events einiges um die Piste zwischen den Qualifikationsläufen zu präparieren und kleinere Reparaturen durchzuführen. Die Zeitmesser wurden ebenfalls stark gefordert, weil in zwei Kategorien leider nur wenige Anmeldungen eingegangen waren und diese daher zusammengelegt werden mussten. Zudem wurden die Vorlaufsgruppen verkleinert um entspannte Vorläufe zu ermöglichen. Die beiden Veranstalter organisierten einen spannenden Event und eine ausgezeichnete Festwirtschaft, welche alle Anwesenden schnell und mit abwechselnden Menüs versorgte. Die anwesenden Piloten fuhren ein äusserst diszipliniertes Rennen, sodass die beiden Rennleiter sehr selten eingreifen mussten.
Millimeterarbeit im Grenzbereich Die Strecke in Möhlin hat einen speziellen Charakter. Die Sprünge sind eher klein, aber enorm steil, was das Timing und eine sichere Landung erheblich erschwert. Die Piste ist eher eng bemessen und bietet viele 180Grad Kurven, welche teilweise als Steilwandkurve ausgeführt sind. Das finden des korrekten Rhythmus stand daher klar im Zentrum und jeder Pilot wusste, dass eine gute Starposition in Möhlin sehr wichtig ist. Die Finale mit zehn Piloten waren enorm spannend. Bei den 4WD Fahrern kam Patrick Hofer ausgezeichnet zurecht und sicherte sich mit zwei Laufsiegen im ersten und dritten Final souverän den Tagessieg in Möhlin. Roger Burkhardt hatte Pech mit einem technischen Defekt im ersten Finallauf und musste daher viel Risiko fahren und mächtig Druck machen. Dies gelang im zweiten Finale perfekt und so war im dritten Lauf eigentlich noch alles offen. Am Ende wurde es zwischen Roger Burkhardt und Maurice Lüscher noch einmal richtig eng und das Fotofinish in der Steilwand wurde mit nur 6 hundertstel Sekunden zu Gunsten von Maurice entschieden. Trotz Punktegleichstand behielt am Ende Roger Burkhardt die Nase vorn und sicherte sich durch das bessere Einzelergebnis den zweiten Rang. In der 2WD Kategorie war der Kampf um den Tagessieg ähnlich hart. Wer nur den kleinsten Fahrfehler beging, verabschiedete sich gleich aus der Spitzengruppe. Patrick Hofer behielt die Nerven und gewann auch die 2WD Kategorie vor den stark fahrenden Peter Forster und Philip Jeisy. Bei den Monstertrucks waren lediglich zwei Piloten angemeldet. Das bessere Ende zog Adrian Burren vor Thomas Rudolph. In der Kategorie Standard setzte sich Nico Schmid vor seinem jüngeren Bruder Florian durch. Den dritten Platz belegte Claude Müller.
Big Bore Dämpfer soweit das Auge reicht. Die Strecke in Möhlin forderte dem Material einiges ab. Der Belag aus Erde und Lehm erwies sich als sehr griffig. Der Mix aus kurzen steilen Sprüngen und Traktion brachte einige Getriebe über ihren Zenit und machte abermals deutlich, dass ein Dämpfer mit etwas mehr Volumen auch eine etwas unsaubere Landung problemlos verdaut. Die Fahrzeuge mit den grossen Dämpfern lagen auffällig ruhig auf der Strecke und man sah den einen oder anderen Piloten mit fremd fabrizierter Dämpfung über die Piste jagen. Bei den Reifen wurde zunächst durchprobiert. Am Ende waren die meisten 4WD mit Hole Shot 2.0 Reifen bestückt, während man bei den 2WD eher den Bow Tie bevorzugte. Dieser Reifen trägt durch seine tendenziell aufblähenden Eigenschaften ebenfalls dazu bei, unsauber ausgeführte Sprünge besser zu meistern und als angenehmen Nebeneffekt das entscheidende Quäntchen mehr Vortrieb mitzubringen.
Bilder der Siegerehrung
| Standard |
2WD Expert |
4WD Expert |
Monster |
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Action- Bilder von Gerd Pfeifer
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